|
Kanonen sind Flachfeuergeschütze, geeignet
für weite und bewegliche Ziele. Ihre Geschosse fliegen mit hoher Geschwindigkeit
in gestreckter Bahn, Die sind darum ungeeignet zur Beschießung von
in der Erde liegenden Zielen, wie Unterstände usw.
Mörser dagegen sind Steilfeuergeschütze. Die eignen
sich zur Beschießung von hinter Deckungen (Bergen, Wald usw.) liegenden
Zielen und haben auf Panzer- und Betondecken große Wirkung.
Die Haubitze ist ein Mittelding zwischen beiden, sie kann, mit
gewissen Einschränkungen, Aufgaben für Kanonen und Mörser
lösen, also als Flachbahn- wie auch als Steilfeuergeschütz eingesetzt
werden.
Der schwere Lineol-Mörser - eine naturgetreue Nachbildung
des deutschen 21cm Modells - ist also ein Steilfeuergeschütz, das
seine schweren Brocken in hohen Bogen auf die feindlichen Befestigungen
schleudert. Seiner großen schwere wegen sind seine Räder mit
Laufgürteln versehen, deren sogenannte Schuhe das Einsinken
in weichen Boden verhindern sollen. Diese Laufgürtel sind abnehmbar.
Ein Glied der Laufgürtels ist seitlich mit einem Lach versehen; drückt
man diese Glied auf die Radfelge, so springt der Verschluß allein
auf.
Und nun zum Zielen, Laden und Schießen. - Die grobe Seitenrichtung
erfolgt durch entsprechendes Aufstellen des Geschützes, d.h., die
Rohrmündung wird in Zielrichtung gedreht. Dann erfolgt die genaue
Zieleinstellung. Dazu hat unser Geschütz eine Höhenrichtmaschine,
deren Handrad Ihr auf der anderen Seite von findet. Mit diesen Einrichtungen
könnt Ihr auf jedes im Schußbereich liegende Ziel einstellen.
|